Innovative Geschäftsmodelle und KI-unterstützte Planungstools zur Etablierung multifunktionaler Mobility Hubs.
Hintergrund
Der Verkehr macht in Österreich immer noch etwa 44% der jährlichen Treibhausgasemissionen aus. Um die Klimaziele zu erreichen, sind Anpassungen beim Mobilitätsverhalten daher unumgänglich. Mobility Hubs oder Mobilitätsstationen können bei diesen Anpassungen unterstützen. Sie sind öffentlich zugängliche Orte, die verschiedene Mobilitätsangebote an einem Standort bündeln und den Wechsel auf oder zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln vereinfachen. Außerdem stärken sie umweltschonende Alternativen und ermöglichen Mobilität ohne eigenen Pkw. Damit Mobility Hubs all ihre Vorzüge ausspielen können, müssen sie auch ausreichend genutzt werden. Große Städte haben damit meist kein Problem, für mittelgroße Städte ist es jedoch schwieriger eine hohen Nutzungsgrad zu erreichen.
Projektinhalt und Ziele
Mobility Hubs gelten als wichtiges Instrument, um die Mobilitätswende voranzutreiben. Im Projekt ADDHUB stellen wir die Weichen dafür, dass sie nicht nur in den großen Zentren, sondern auch darüber hinaus etabliert werden. Konkret entwickeln wir ein KI-Bewertungs- und Empfehlungstools, das den Aufbau von standort- und situationsangepasste multifunktionale Mobility Hubs erleichtert. Wir streben eine Lösung an, die über die Projektlaufzeit hinaus nutzbar bleibt und dabei unterstützt, Mobility Hubs wirtschaftlich nachhaltig umzusetzen. Unser Fokus liegt zwar auf mittelgroßen Städten, der KI-basierte Ansatz soll aber leicht auf andere Anwendungsfelder übertragen werden können. Auch Großstädte und ländliche Regionen sollen im Anschluss an das Projekt von der entwickelten Lösung profitieren. Übergeordnetes Ziel ist es, einen spürbaren Beitrag zur Erreichung der Klimaziele im Verkehrsbereich zu leisten.
Ergebnis
Wir entwickeln ein KI-gestütztes Bewertungs- und Empfehlungstool, das mithilfe von Reinforcement Learning und menschlichem Feedback (RLHF) dabei unterstützt, Mobility Hubs zu planen und umzusetzen. Relevante Daten wie Infrastruktur, Verkehrsflüsse und Wirtschaftlichkeit werden in die Modelle eingespeist, sodass verschiedene Szenarien (mit Faktoren wie Standort, Funktionsumfang und Geschäftsmodelle) durchgespielt werden können. Außerdem fließt Feedback von Expert*innen in die Modelle mit ein. Das sorgt dafür, dass lokale Anforderungen, soziale Akzeptanz und langfristige Rentabilität berücksichtigt werden. Data-Space-Technologien ermöglichen zudem einen sicheren, dezentralen Austausch von Mobilitätsdaten. So können vernetzte und skalierbare Mobility Hubs mit mehr Leistungsumfang aufgebaut werden. Am Ende des Projektes steht ein flexibel anpassbares Planungssystem, das vor allem mittelgroße Städte und suburbane Regionen bei der nachhaltigen Entwicklung multifunktionaler Mobility Hubs unterstützt.
Nutzen
Der Nutzen des Projekt liegt in dem prototypisch entwickelten Tool, das quantifizierter Aussagen ermöglicht mit klarem Bezug zwischen Bevölkerungsdichte, Erreichbarkeiten, unterschiedlichen Hubfunktionen und Geschäfts-/Organisations-/Finanzierungsmodellen. Damit kann der Planungsaufwands seitens der Städte ebenso wie Entwicklern von Stadtquartieren verringert werden, wodurch sich Kosten reduzieren. Durch klare Aussagen zu Betreiber- und Finanzierungsmodellen können langfristig tragfähige Lösungsansätze verfolgt werden.
Fördergeber
Die FFG ist die zentrale nationale Förderorganisation und stärkt Österreichs Innovationskraft. Dieses Projekt wird aus Mitteln der FFG und des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur gefördert.
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Department Bahntechnologie und Mobilität
Angela Fessl (Know Center)
Wenda Carina (Stadt St. Pölten)
Christian Hofmann (Solutions4Energy)
Gerald Franz (UIV)
- Technische Universität Wien
- Landeshauptstadt St. Pölten
- Solutions4Energy FlexKapG
- Know Center Research GmbH
- UIV Urban Innovation Vienna GmbH

