LOWERMO (České Budějovice – Linz)

Low Emission Regional Mobility - regionale Mobilitätslösungen für den Eisenbahnkorridor České Budějovice – Linz

Hintergrund

Die Eisenbahnstrecke zwischen der südböhmischen Hauptstadt České Budějovice und der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz ist eingleisig und erlaubt Streckengeschwindigkeiten zwischen 70 und 100 km/h. Die Strecke ist weder auf eine größere Zahl an Zügen ausgelegt, noch lassen sich in diesem Abschnitt besonders lange oder schwere Züge einsetzen – hier stößt man rasch an betriebliche Grenzen.

Die Fahrzeit zwischen České Budějovice und Linz beträgt im günstigsten Fall rund zwei Stunden, obwohl die Luftlinie lediglich 77 Kilometer beträgt. Nördlich von České Budějovice in Richtung Prag hingegen wurde die Strecke bereits auf längeren Abschnitten für Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h ausgebaut und soll weiter modernisiert werden. Um hier nicht den Anschluss zu verlieren und eine durchgehend leistungsfähige Bahnstrecke an wichtigen Knotenpunkten herzustellen, muss die Verbindung zwischen Linz  und České Budějovice ausgebaut werden.

Projektinhalt

Für den Ausbau des TEN-V-Korridors Alpen-Westbalkan (d.h. transeuropäische Verkehrsverbindung von den Alpen zum westlichen Balkan) bietet sich der Streckenabschnitt Linz nach České Budějovice als Lückenschluss an. Dafür muss diese Strecke modernisiert werden. Obwohl die Eisenbahninfrastrukturanbieter in Österreich und der Tschechischen Republik sich der Bedeutung des Korridors bewusst sind, wurden noch keine konkreten Maßnahmen umgesetzt.

Die Eisenbahninfrastrukturbetreiber Správa železnic (SŽ) und ÖBB Infrastruktur AG haben 2025 eine Vorstudie erstellen lassen, in der das Potenzial und die möglichen Trassenführungen für eine neue Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnverbindung České Budějovice - Linz entwickelt und bewertet wurden. Das Projekt „LOWERMO - Low Emission Regional Mobility" zielt darauf ab, eine detailliertere Bewertung der regionalen und grenzüberschreitenden Aspekte im Zusammenhang mit einer möglichen neuen Bahnlinie České Budějovice - Linz vorzunehmen.

Ergebnisse

In dem Projekt wird/werden:

  • früherer Studien und Vorschläge der Öffentlichkeit in der Region analysiert
  • Verkehrsbedürfnisse verschiedener Bevölkerungsgruppen und Hindernisse für die grenzüberschreitende Mobilität analysiert
  • Verkehrsverhalten und Verkehrsbedürfnisse der regionalen Bevölkerung erhoben
  • lokale Güterverkehrsbedarfe erhoben
  • Auslegungsparameter regionaler Knotenpunkte hinsichtlich Kapazitätsbedarf und Fahrplanparametern definiert
  • mögliche weiteren Funktionen der verbleibenden Bestandsstrecke auf beiden Seiten der Grenze analysiert
  • Parameter für Verbindungen zwischen der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke und der bestehenden Bahnstrecke České Budějovice - Linz oder regionalen Nebenstrecken ermittelt
  • ein regionales Mobilitätskonzept für den Weg zur Arbeit, zu Schulen, Dienstleistungen oder Freizeitaktivitäten und zur Verbesserung der Erreichbarkeit von touristischen Zielen inkl. Fahrplänen erstellt
  • Pilotlösungen für grenzüberschreitende öffentliche Verkehrslösungen vorgeschlagen
  • eine wirtschaftliche Bewertung der vorgeschlagenen Lösungen vorgenommen.

Fördergeber

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Departmentleiter
Studiengangsleiter Bahntechnologie und Mobilität (BA)
Studiengangsleiter Schienenfahrzeugtechnologie (BA)
Institutsleiter Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung
Stellvertretender Studiengangsleiter Bahntechnologie und Management von Bahnsystemen (MA)
Lehrgangsleiter Fachtrainer/in im Eisenbahnwesen (akad.)
Lehrgangsleiter Seminare Bahntechnologie und Mobilität
Department Bahntechnologie und Mobilität
Arbeitsplatz: B - Campus-Platz 1
M: +43/676/847 228 664
Studierende
Jonathan Fleig
PartnerInnen
  • Verkehrsforschungszentrum Centrum dopravního výzkumu, v. v. i (Lead) [Tschechien]
  • ÖBB Infrastruktur AG
  • Amt der Oö. Landesregierung
  • Správa železnic [Tschechien]
  • Ministerstvo dopravy České republiky [Tschechien]
  • JIKORD s.r.o. [Tschechien]
Finanzierung
EU (Interreg)
Laufzeit
01.01.2026 – 31.12.2027
Projektstatus
laufend
Beteiligte Institute, Gruppen und Zentren
Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung