REMAP

Die Rolle des Research Managements in den Institutionen stärken.

Hintergrund

Obwohl Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Forschung wichtige Impulse für Innovation setzen und zur regionalen Entwicklung beitragen, sind sie in Netzwerken von Research Manager*innen und Research Administrator*innen (RMA) nach wie vor unterrepräsentiert. Besonders schwierig ist die Situation in den sogenannten Widening Countries (d. h. Ländern mit vergleichsweise geringer Forschungs- und Innovationsleistung). Dort reichen institutionelle Kapazitäten, Infrastruktur und Unterstützungssysteme oftmals nicht aus, um das volle Potenzial ihrer Forschungseinrichtungen auszuschöpfen.

Research Manager*innen (RMs) spielen eine entscheidende Rolle dabei, Forschungskapazitäten aufzubauen und langfristig zu sichern. Gerade wenn das Führungspersonal häufig wechselt oder Forschungsteams klein sind, sorgen sie für Kontinuität und einen stabilen Kurs im Tagesgeschäft sowie bei der Verfolgung  langfristiger strategischer Ziele. Sie stoßen neue Projekte an, führen Partner zusammen, pflegen die Partnerschaften und unterstützen dabei, dass aus Ideen konkrete Ergebnisse werden, die einen Mehrwert für Gesellschaft und Wirtschaft haben.

Fachhochschulen oder Hochschulen für angewandte Wissenschaften verfügen im Vergleich zu großen Universitäten über geringere personelle Ressourcen im Bereich Forschungsmanagement und Forschungsadministration. Die Mitarbeiter*innen müssen daher oft mehrere unterschiedliche Rollen übernehmen. Das hat Nachteile beim Einwerben von Fördermitteln, steht der Professionalisierung des Forschungsmanagements entgegen und führt dazu, dass Innovationspotenziale ungenutzt bleiben. Research Manager*innen erhalten zudem oft unzureichende institutionelle Unterstützung und auch wenig Anerkennung für die Arbeit, die sie leisten.

Projektinhalt

Im Projekt REMAP arbeiten sechs Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften (ViA, USTP, UNIPS, Jamk, Saxion und UPT) gemeinsam mit dem University Industry Interaction Network (UIIN) und der European Association of Institutions in Higher Education (EURASHE) zusammen.

Ziel von REMAP ist es, die Position von Research Manager*innen zu stärken, sie dabei zu unterstützen die Herausforderungen ihres Arbeitsalltags besser zu bewältigen und ihnen mehr Möglichkeiten für ihre berufliche Entwicklung zu geben. Dafür werden klare Rollenprofile definiert, bedürfnisgerechte Weiterbildungen angeboten, Regelungen überarbeitet und Initiativen auf den Weg gebracht. Die Research Manager*innen sollen mehr Anerkennung für ihre Arbeit erhalten und die Forschungsökosysteme insgesamt eine Aufwertung erfahren.

Ziele

  • Die strategische Rolle von Research Manager*innen innerhalb der Forschungs- und Innovationsökosysteme von Fachhochschulen klar definieren.
  • Die Expertise von Research Manager*innen, ihr Wissen über Prozesse und institutionelle Systeme und ihre Rolle bei der Bewahrung von institutionellen Wissen besser sichtbar machen.
  • Die institutionelle Einbindung von Research Manager*innen verbessern und ihre Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung erweitern. Der Europäischen Kompetenzrahmen für Research Manager*innen (RMComp-Kompetenzrahmen) bildet in REMAP die Grundlage hierfür. Richtlinien, Governance-Strukturen und Evaluierungssysteme werden so angepasst, damit sie der Rolle der Research Manager*innen besser gerecht werden und die Systeme nachhaltig absichern. Dazu gehört auch ein modulares Karrieremodell mit klaren Entwicklungswegen von Einstiegspositionen bis hin zu Führungsfunktionen.
  • Kapazitäten und Community-Netzwerke auf- und ausbauen. Das schließt modulare Weiterbildungsprogramme ein, die sich an den Bedürfnissen von Fachhochschulen orientieren und ebenfalls den Europäischen Kompetenzrahmen als Grundlage nutzen.

Methoden

REMAP entwickelt modulare Weiterbildungsprogramme für verschiedene Karrierestufen. Einsteiger*innen bis hin zu Personen mit Führungsaufgaben sollen davon profitieren. Enthalten sind Train-the-Trainer-Toolkits, Mentoring-Angebote und Peer-Learning-Aktivitäten, die REMAP Institutionen dabei unterstützen, Kompetenzen im Forschungsmanagement aufzubauen, welche über die Laufzeit des Projekts hinaus bestehen bleiben.

Parallel dazu wird das Konsortium Handlungsempfehlungen erarbeiten, welche die Rolle von Research Manager*innen in den institutionellen Strukturen stärker verankern. Zudem soll über das EUDRES ARENA-Netzwerk ein zentraler Hub entstehen, wo sämtliche entwickelten Materialien leicht abrufbar sind.

Die Zusammenarbeit von sechs Fachhochschulen aus unterschiedlichen Ländern sowie zentralen europäischen Stakeholdern ermöglicht es REMAP breit anwendbare Modelle zu entwickeln. Neue Karrierewege werden erschlossen und Ressourcen bereitgestellt. Oberstes Ziel ist es, die Professionalisierung des Forschungsmanagements im Europäischen Forschungsraum voranzubringen.

Ergebnisse und Innovation

REMAP hat sich zum Ziel gesetzt, die Situation von Research Manager*innen im Europäischen Forschungsraum zu verbessern. Das Augenmerk im Projekt ist speziell auf die mangelnde institutionelle Verankerung ihrer Rollen und der eingeschränkten beruflichen Weiterentwicklungsmöglichkeiten von Research Manager*innen gerichtet. Das Projekt bringt Fachhochschulen mit unterschiedlichen Systemen und Strukturen zusammen und schafft damit ein Umfeld, in dem voneinander gelernt werden kann.

Anstatt etwas völlig neues auf die Beine zu stellen, orientiert sich REMAP am RMComp-Kompetenzrahmen. Der Vorteil davon ist, dass der Kompetenzrahmen die Richtung weist und die Grundlage liefert, auf der praxisnahe Instrumente wie Weiterbildungsprogramme, Karrierepfade und Governance-Maßnahmen leichter zu einem funktionierenden Ganzen zusammengesetzt werden können. Insgesamt stärkt das Projekt Research Manager*innen in ihrer Rolle innerhalb der Forschungs- und Innovationsökosysteme.

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Leiterin
Service- und Kompetenzzentrum für Forschung und Kooperation
Leiterin
Forschung und Wissenstransfer
Service- und Kompetenzzentrum für Forschung und Kooperation
Arbeitsplatz: A - Campus-Platz 1
M: +43/676/847 228 286
Externe Projektleitung
Oskar Javas, VIDZEME Vidzemes Augstskola (lead)
PartnerInnen
  • VIDZEME Vidzemes Augstskola (lead) [Lettland]
  • UNIPS Polytechnic University of Setúbal [Portugal]
  • JAMK University of Applied Sciences [Finnland]
  • Stichting Saxion [Niederlande]
  • UIIN University Industry Innovation NetworkBalzhan [Niederlande]
  • Universitatea Politehnica Timisoara [Rumänien]
  • EURASHE European Association For The Applied Sciences In Higher Education [Belgien]
Finanzierung
EU (Horizon Widera)
Laufzeit
01.09.2026 – 31.08.2029
Projektstatus
laufend