08.01.2026

Wenn Algorithmen über Karrieren entscheiden

Forscher Andreas Gebesmair liefert mit „Creator Careers“ neue Einblicke in digitale Kulturarbeit

Fotos: © USTP / Christoph Böhm

Die Kulturwirtschaft war schon immer kompetitiv. Doch Plattformen wie YouTube, Instagram, TikTok, Twitch oder Facebook haben das Spielfeld radikal verändert.

Mit dem Forschungsprojekt "Creator Careers: Umgang mit Unsicherheiten im Social Media Entertainment" untersucht ein Forschungsteam der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten, wie Content-Creator*innen auf Social Media Plattformen mit Unsicherheiten umgehen – von algorithmischer Sichtbarkeit bis zu langfristiger Karriereplanung.

Wer steht hinter dem Projekt?

Projektleiter Andreas Gebesmair - Hochschuldozent und Forscher am ICMT - Institut für Creative\Media/Technologies) bringt eine fundierte wirtschaftssoziologische Perspektive auf die Creator Economy ein. Seine Forschung verbindet klassische Kulturindustrien wie Musik und Film mit aktuellen Formen digitaler Kulturproduktion. Gemeinsam mit seinem Team (Yulia Belinskaya, Adrian Jaques Böck, Katharina Biringer) fragt er danach, wie kreative Arbeit unter Plattformbedingungen organisiert wird.

Forschung, Lehre und internationale Erfahrung

Andreas Gebesmair studierte Soziologie, Musikwissenschaft und Geschichte an der Universität Wien. Gebesmair forschte u. a. an internationalen Institutionen wie der Vanderbilt University und der Princeton University. Seit 2011 lehrt an der USTP und ist heute Teil der Forschungsgruppe Media Business.

Warum neue Perspektiven heute besonders relevant sind

Ob Creator Economy, Plattformregulierung oder Medienwandel: Das Projekt Creator Careers zeigt, wie eng kulturelle Produktion, wirtschaftliche Logiken und digitale Technologien miteinander verflochten sind – und warum es wissenschaftliche Analysen braucht, um diese Entwicklungen zu verstehen und einzuordnen.

Creator Careers ist ein vom FWF Wissenschaftsfonds gefördertes Forschungsprojekt an der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten.