Stärkung der digitalen Resilienz in der K-12-Bildung, der beruflichen Bildung und der Lehrerausbildung.
Hintergrund
Die rasante Entwicklung digitaler Technologien erfordert Anpassungen in vielen Bereichen. Im Bildungssektor steht das Lehrpersonal vor neuen Herausforderungen, nicht zuletzt, weil Schüler*innen zunehmend auf digitale Ressourcen zurückgreifen. Um dem zu begegnen, benötigen Lehrkräfte nicht nur ein solides Verständnis moderner Technologien, sondern auch Kenntnisse in Cybersicherheit und Cyberhygiene (d. h. der Pflege und Sicherung digitaler Geräte, Daten und Online-Konten zur Minimierung von Sicherheitsrisiken). Nur so können sichere Lern- und Entwicklungsumgebungen geschaffen werden, in denen junge Menschen ihre Kreativität entfalten und gleichzeitig persönliche und organisationale Daten geschützt bleiben.
Lehrkräfte spielen zudem eine zentrale Rolle dabei, die Bedeutung von Cybersicherheit und Risikomanagement in der digitalen Welt zu vermitteln. Die bestehenden Ausbildungswege werden diesen Anforderungen jedoch bislang nur unzureichend gerecht. Daher gilt es, entsprechende Ausbildungsprogramme gezielt weiterzuentwickeln, damit Lehrende und Lernende sicher und kompetent in einer zunehmend komplexen digitalen Landschaft agieren können.
Projektinhalt
Der Europäische Rat erachtet es als dringend notwendig, Lehrkräfte dabei zu unterstützen, neue digitale Technologien besser zu verstehen und sicher anwenden zu können. Dazu gehört auch die Kenntnis relevanter EU-Rechtsvorschriften wie des Artificial Intelligence Act, des Digital Services Act und der Europäischen Datenstrategie. Der Aktionsplan für digitale Bildung 2021–2027 verfolgt zudem das Ziel, das Bewusstsein für Cybersicherheit zu schärfen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Das Projekt CyberSecure Teaching knüpft hier an und stattet Lehrkräfte sowie Lehramtsausbildende mit den notwendigen Werkzeugen, Methoden und Kenntnissen aus, um Cyberhygiene zu verstehen und zu vermitteln. Pädagog*innen lernen, sichere Lernumgebungen zu schaffen und Schüler*innen im verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Technologien anzuleiten – einschließlich der Fähigkeit, zwischen risikoarmen und risikoreichen Verhaltensweisen zu unterscheiden.
Ziele
Übergeordnetes Ziel von CyberSecure Teaching ist es, die digitale Kompetenz von Lehrkräften zu stärken. Sie sollen Werkzeuge und Wissen erhalten, die sie dazu befähigen Cyberhygienepraktiken umzusetzen und das Bewusstsein für Cybersicherheit zu schärfen. Die tragenden Säulen des Projektes sind:
- Innovative Lehrmaterialien: Das umfasst wissenschaftlich fundierte Lehrmaterialien, Leitfäden und digitale Tools mit denen Cybersicherheitskompetenzen vermittelt werden können, die einen sicheren und ethischen Technologieeinsatz ermöglichen und mit denen sich das Wissen von Lernenden evaluieren lässt.
- Europäische Community of Practice (CoP): Eine Plattform für Vernetzung, Mentoring und Austausch über Themen wie ethische KI bis hin zu Cybersicherheit für Schüler*innen mit speziellen Bedürfnissen.
- Summer-School-Programm: Vorträge, praktischen Übungen und Gruppenaktivitäten als Weiterbildungsmaßnahme zur Vertiefung von Kenntnissen. Die Mobilität zwischen Hochschulstandorten wird gefördert, zu lebenslangem beruflichen Lernen angeleitet und Werbung für die Teilnahme an der CoP gemacht .
- Cyber-Awareness-Event: Findet an allen teilnehmenden Institutionen in den sechs beteiligten Ländern statt.
Ergebnisse und Innovation
Das Projekt CyberSecure Teaching vermittelt digitale Kompetenzen und Kenntnisse zu Cybersicherheit. Es orientiert sich am Aktionsplan für digitale Bildung und den Empfehlungen des Rates zur Verbesserung digitaler Kompetenzen, indem es digitale Kompetenz, ethischen Technologieeinsatz und Datenschutz in Schulen fördert. Es nimmt jene Herausforderungen in der Lehrer*innenbildung in den Blick, die in den Ratsschlussfolgerungen zu „Europäischen Lehrkräften und Ausbildnern der Zukunft“ identifiziert wurden. Lücken in der beruflichen Weiterbildung werden geschlossen und die internationale Zusammenarbeit gefördert.
Im Projekt werden bedürfnisgerechte Ressourcen erarbeitet und zur Verfügung gestellt. Die internationale Ausrichtung über eine europäische Community of Practice und grenzüberschreitende Summer Schools stellt die Vermittlung von Cybersicherheitskompetenzen auf neue Beine. Inklusivität hat einen hohen Stellenwert im Projekt. Wir stellen sicher, dass auch die Bedürfnisse von Schüler*innen mit besonderen Anforderungen berücksichtigt werden. Das Projekt stärkt Resilienz und nachhaltige Kompetenzentwicklung in den europäischen Bildungssystemen.
Fördergeber
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Department Informatik und Security
Rossana Santos
Andy Veltjen
Iñaki Celaya Echarri
Helena Vaďurová
Kaisu Auvinen
Anna-Maija Laukkarinen
Tamara Rodríguez
- JAMK University of Applied Sciences (lead) [Finnland]
- IPS Instituto Politécnico de Setúbal [Portugal]
- UCLL Limburg vzw [Belgien]
- MUNI Masaryk University [Tschechische Republik]
- UNAV University of Navarra [Spanien]
- YSAO Ylä-Savo Vocational College [Finnland]
- JYU University of Jyväskylä [Finnland]
- HETEL [Spanien]
